05.02.2020: Lesung mit Mo Asumang am SFG

 

„Die Kugel ist für dich, Mo Asumang“ – diese Liedzeile der Band „White Aryan Rebels“ war für die afrodeutsche Journalistin, TV-Moderatorin und Schauspielerin Mo Asumang der letzte Auslöser, ein sehr spektakuläres und persönliches Experiment zu wagen: Sie sucht offen das Gespräch mit Rassisten und Neonazis, reist zu den Anhängern des Ku-Klux-Klans in den USA und zu den „echten“ Ariern im Iran. Seit sie denken kann, wird Mo Asumang immer wieder aufgrund ihrer Hautfarbe diskriminiert.

Im Rahmen ihrer Recherche entsteht der Dokumentarfilm „Wir Arier“ und das Buch „Mo und die Arier“. Nach einer kurzen Lesung aus dem Buch und dem gemeinsamen Schauen des Films diskutierten die Schülerinnen und Schüler der Q11 mit Mo Asumang, die ausführlich auf die Fragen aus dem Plenum einging und mit den Schülern ins Gespräch kam, wobei die 90 Minuten für das große Interesse der Schülerinnen und Schüler kaum ausreichte. Die Frage, woher man den Mut und die Kraft findet, sich nach einer Morddrohung mit diesem Thema so intensiv und so persönlich zu befassen, beschäftigte die Schülerinnen und Schüler am meisten.

Mo Asumangs Antwort darauf: „Die eigentliche Herausforderung besteht darin, nicht gegen etwas zu kämpfen, sondern seine ganze Kraft dafür zu verwenden, die eigene Menschlichkeit zu erhalten, mit all seiner Wärme man selbst zu bleiben, egal, vor wem man steht.“

Seit diesem Schuljahr ist das SFG Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage und setzt sich aktiv und auf vielfältige Art und Weise mit dem Thema Rassismus auseinander.

Link zum Dokumentarfilm „Wir Arier“ in der Mediathek der Bundeszentrale für politische Bildung:
https://www.bpb.de/mediathek/198266/die-arier