24.01.2020: Die Fäden der Moderne

Kunstinteressierte Schülerinnen und Schüler aus dem P-Seminar „Kunst in den Bergen“ und der Kunstpatengruppe der Q11 besuchten gemeinsam die Ausstellung „Die Fäden der Moderne - Matisse, Picasso, Miró ... und die französischen Gobelins“ in der Kunsthalle München.

Über siebzig Exponate einer nahezu unbekannten Kunstgattung werden in der Ausstellung präsentiert. Sogenannte Gobelins beruhen auf jahrhundertealter Webtechnik, die als Kunst der „Bildwirkerei“ immer wieder neu interpretiert wurden. Was für manche zunächst wie ein simpler Teppich mit Bildmotiv wirken mag, ist ein komplexer Prozess der Garnherstellung, des Färbens sowie des Webens und Knüpfens. Für die Herstellung eines großen Gobelins benötigt man tausende Arbeitsstunden. Die Schülerinnen und Schüler bekamen einen umfassenden Überblick über diese Kunstform vom Ende des ersten Weltkrieges bis in die Gegenwart und waren vor allen Dingen von Tapisserien mit abstrakten Bildmotiven begeistert.

Anschließend gab es noch die Gelegenheit, im nahegelegenen Haus der Kunst die Installation „Black Chapel“ von Theaster Gates aus dem Jahr 2019 zu begehen. So entstand ein interessantes Gespräch über alte und neue Medien der Kunst. Deutlich wurde vor allen Dingen die Relevanz des Herstellungsprozesses eines jeden Kunstwerkes.